Meine Malerei ist naturalistisch geblieben – bewusst. Nicht aus Traditionalismus, sondern aus Verantwortung. Ich möchte, dass meine Bilder gelesen werden können: dass ihre Metaphorik sichtbar bleibt, dass Betrachterinnen und Betrachter eigene Deutungen entwickeln, sich annähern, widersprechen oder weiterdenken können. Die technische Klarheit ist kein Selbstzweck, sondern das Trägermedium für etwas anderes.

Der eigentliche Motor meiner Arbeit liegt nicht im Stil, sondern in der Bildentstehung. Meine Bilder entstehen aus dem unmittelbaren Abgeben unterbewusster Dynamiken – brachial, ungefiltert, ohne ästhetische Schonung. Sie sind keine Illustrationen von Gedanken, sondern Verdichtungen innerer Zustände. Angst, Bedrohung, Schuld, Verdrängung und existentielle Unruhe drängen sich dabei nicht symbolisch auf, sondern materialisieren sich im Bild.

Diese innere Bildsprache ist bei mir untrennbar mit meiner Krebserkrankung verbunden. Krankheit ist kein Thema, das man „bearbeitet“ – sie ist ein Zustand, der sich ins Denken, Träumen und Wahrnehmen eingräbt. Die Symbolik meiner Arbeiten ist deshalb häufig drastisch, manchmal brutal, oft verstörend. Sie entspringt keiner Provokationslust, sondern der Notwendigkeit, inneren Druck in eine sichtbare Form zu überführen.

Die Wahl einer surrealen Bildlogik ergibt sich daraus zwangsläufig. Nicht als Stilzitat, sondern als einzig adäquates Mittel, um innere Wirklichkeiten abzubilden, die rationaler oder rein realistischer Darstellung entgleiten. Surrealität ist in diesem Sinn kein ästhetisches Programm, sondern eine Übersetzungshilfe: Sie verleiht Ängsten, die tief verwurzelt sind, eine Gestalt – und macht sie für einen Moment handhabbar.

 

Mir ist bewusst, dass diese Bildsprache nur selten die vollständigen Deutungsmöglichkeiten der Betrachtenden erreicht. Nicht jeder innere Zustand ist teilbar, nicht jede Angst übertragbar. Doch das ist kein Scheitern, sondern Teil der Arbeit. Meine Bilder zielen nicht auf Konsens, sondern auf Resonanz. Wo diese entsteht, geschieht Begegnung; wo sie ausbleibt, bleibt dennoch eine Spur – und manchmal genügt genau das.

Neu: Schimmelreiter reloaded  Foto: Susanne Rusch

Sie betreten gerade den kuriosen Kosmos des Norddeutschen Surrealisten Jens Rusch. 

 


„Ein akademischer Kunstabschluss ist ein formales Zugehörigkeitsmerkmal, keine Qualitätsgarantie; die Meisterschülerschaft hingegen ist eine historisch bewährte, werkbasierte Form künstlerischer Ausbildung, deren Maßstab allein das entstandene Werk ist.“ 
 Kommentar zum Ausstellungsverbot in der Brunsbütteler Stadtgalerie.


Aktuelle Arbeit: "Ein unerledigter Fall". Gemälde zur komplizierten Einschätzung Arno Schmidts zum umstrittenen dithmarscher Schriftsteller Gustav Frenssen.

Zu seinen erfolgreichsten Illustrationen gehören ohne Zweifel die Schimmelreiter-Zeichnungen und Radierungen. Sein Buch "Der illustrierte Schimmelreiter" erschien in vier Auflagen, zahlreichen Schulbüchern und in einer illustrierten Ausgabe in koreanischer Übersetzung.
Auf der Seite "Schimmelreiter reloaded" erfahren Sie viel über die Aktualisierung des Themas und die Ausstellung zum 75ten Geburtstag des Künstlers.

In der Reihe seiner Illustrationsarbeit nimmt Arno Schmidts "Schule der Atheisten" eine dominante Position ein. Der Schauplatz liegt nämlich vor seiner Ateliertür, in Tellingstedt an der Eider. Dort gab es unterschiedliche Reaktionen. Neben solidarischer Unterstützung sogar warnende Veranstaltungen. Rusch nahm das mit Humor und zeigt nun auf mehreren Seiten, welch surreale Inspiration in dieser Meister-Novelle auf ihn lauerte. Für Kenner offenbart sich in diesem Werk die kongeniale Meisterschaft des Schlotter-Schülers.

Auf der Seite "Gemälde und Zeichnungen" erwartet Sie ein kleiner Einblick in die phantasievolle Bildwelt des norddeutschen Künstlers Jens Rusch.

Wenn Sie ihn noch nicht kennen, sehen Sie hier seine Biographie.

Alle Radierungen auf dieser Seite wurden von Jens Rusch akribisch in den klassischen Kupfertiefdruck-Techniken Strichätzung, Aquatinta, Mezzotinto, und geschabter Aquatinta angefertigt. 

Dieses ist wohl meine persönlichste Seite, denn sie zeigt in einem groben Überblick meine "Heldentaten" als Seismograph an der Krebsfront.

Muss man nicht lesen, aber wer gerne wissen möchte, welches Schicksal sich hinter der sichtbaren Oberfläche der hier gezeigten Bilder verbirgt, wird vielleicht das eine oder andere Gemälde besser verstehen.
Titel der biografischen Seite: "Mein Krebs-Kampf"

Auf dieser Seite finden Sie Bücher und Kataloge über das Schaffen von Jens Rusch, aber auch seine Krimis und Fachbücher. Beispielsweise über seine Jiaogulan-Pflanzenzucht.

Alle Bilder aus dem Wacken-Zyklus werden jetzt in einem Buch mit 120 Seiten über das größte Metal-Festival der Welt aus der Sicht eines Künstlers publiziert. 

Auf dieser Seite finden Sie Bronzen und andere plastische Arbeiten von Jens Rusch. Oft erkennt man die plastische Umsetzung von Sujets, die man bereits von Gemälden oder Radierungen kennt.

Von allen hier gezeigten Gemälden oder Zeichnungen etc. können Sie auch preiswerte Leinwanddrucke erhalten.

Für Kunstfreunde, denen auch das noch zu teuer ist, fertigen wir in diversen Formaten preiswerte Kunstdrucke auf Papier in hoher Qualität an. Auch hierfür stehen praktisch alle auf dieser Website gezeigten Abbildungen zur Verfügung. Die Bilder werden handsigniert versandt.

Alle noch verfügbaren Original-Zeichnungen zum Buch "Gemalte Tierversuche" finden Sie im Vogelmenschen-Katalog.

Unser "Wattspinner" hat nun eine eigene Seite erhalten. Die hat er sich allerdings auch verdient, denn er begleitet den Künstler bereits seit 1978. Es gibt ihn in schwerer Bronze und als Kleinplastik, als Radierung und als Merchandise-Artikel. 

Auch als "Wattengel" erweist er sich als schlüssige Metapher für den karitativen Spirit, der unserem amphibischen Ambiente so segensreich entstieg.

Die Veranstalter des weltgrößten Metal-Festivals nennen ihn freundschaftlich "unseren Wacken-Maler". Jens Rusch versteht sich weniger als Chronist des Festivals, sondern lässt sich einfach gern durch besonders laute Musik inspirieren.
Alljährlich stellt er dort im W:O*Art der Wacken-Foundation seine Gemälde aus.

Viele seiner Arbeiten in den verschiedensten Techniken sind durch die Symbolwelt der Freimaurer inspiriert.

Zeichnungen und Radierungen machen als Illustrationen zu den Werken Arno Schmidts, Theodor Storms, Johann Wolfgang von Goethes, William Shakespeares, Oskar Panizzas, Herman Melvilles, Miguel Hernandez und vieler anderer Autoren einen großen Teil seines grafischen Werkes aus.

Bitte beachten Sie auch unsere Seite www.jiaogulan-rusch.com

Zur Verwechslung von akademischem Abschluss und künstlerischer Qualifikation

 
Kommentar zum Ausstellungsverbot für Jens Rusch
in der Brunsbütteler Stadtgalerie im Elbeforum.


Die Gleichsetzung eines akademischen Kunstabschlusses mit künstlerischer Qualifikation ist ein methodischer Irrtum. Sie ersetzt die inhaltliche Beurteilung eines Werkes durch ein formales Verwaltungsmerkmal und verschiebt die Frage der Qualität auf die Ebene der Bildungsbiographie.

Werkstatt- und Meisterschülerschaft sind keine defizitären Vorstufen akademischer Ausbildung, sondern deren historischer Ursprung. Über Jahrhunderte hinweg wurden künstlerische Kompetenz, technische Beherrschung und ästhetische Urteilskraft im unmittelbaren Arbeiten am Werk, unter der kontinuierlichen Kritik eines Meisters, ausgebildet. Dieses Modell ist nicht überholt, sondern substantiell.

Eine mehrjährige Meisterschülerschaft bei einem international anerkannten Künstler stellt daher eine vollwertige, häufig anspruchsvollere Form künstlerischer Ausbildung dar als ein formalisiertes Studium mit modularisierten Lehrinhalten und institutionellen Schonräumen.

Wird der Begriff „akademisch“ als Auswahlkriterium verwendet, so bedarf er der Präzisierung. Meint er Qualität, Professionalität und Diskursfähigkeit, so sind diese am Werk zu prüfen. Meint er allein den Besitz eines Abschlusses, handelt es sich nicht um ein Kunstkriterium, sondern um ein Ausschlussinstrument.

 

Institutionen, die Kunst nach formalen Etiketten statt nach inhaltlicher Substanz selektieren, laufen Gefahr, nicht künstlerische Qualität zu beurteilen, sondern administrative Zugehörigkeit. Dies sagt weniger über das Werk aus als über das Selbstverständnis der auswählenden Instanz.


ENGAGEMENT gegen KREBS

Für seinen Einsatz an der "Krebsfront" erhielt Jens Rusch das Bundesverdienstkreuz am Band verliehen und wurde zum Ehrenmitglied des Onkologischen Arbeitskreises der Westküsten-kliniken ernannt. Durch seine weitreichenden Aktivitäten wurden weit über 700 000.- € an Spendengeldern generiert und zahlreiche Einrichtungen für Krebsbetroffene eingerichtet oder unterstützt. Auf diesen Seiten finden Sie weitere Informationen:

* 20 Jahre Wattolümpiade
* Botschafter
* Netzwerk Patientenkompetenz e.V.
* Kulinarische Inklusion
* Heavy Metal-Darm

 


Ein grober Überblick:

Alle Motive von Jens Rusch gibt es auch als

 Leinwanddrucke.



Virtuelle Ausstellung

Erleben Sie in unseren virtuellen Ausstellungsräumen interaktive 3D- Rundgänge zu diesen Themen:

Für Ungeübte: Klicken Sie einfach auf "Start guided Tour" oder "Geführte Ausstellung".


Große Bronzen, kleine Bronzen:

Hier finden Sie lieferbare Bücher von Jens Rusch:




Neu: Viele Motive von Jens Rusch gibt es jetzt preiswert auf T-Shirts und anderen Artikeln.

Vogelmenschen-Kunstdrucke:


Digitale Leinwanddrucke


Neu: Auf der Seite Leinwand- und Kunstdrucke finden Sie viele neue Motive.


Radierungen

Über ein Viertel-jahrhundert war die Radiertechnik  seine "Haustechnik". Jens Rusch gehört zu den besten Radierern der Bundesrepublik.


Wieder lieferbar ! Nuevamente disponible ! Back in stock !

Kunstdruck "Vanitas vanitatum" signiert für nur 40.- €uro.


Persönliches Engagement

Das  Wattikan-Gedächtnis. 


Norddeutscher Surrealismus

Mittelalterliches Handwerk und Künstlerische Intelligenz.