Unser "Wattengel" hat seinen Ursprung in einer der größten Charity-Veranstaltungen in Norddeutschland, in der legendären "Wattolümpiade".

Zwanzig Jahre lang wurde dieses Spektakel unter dem Motto "Schmutziger Sport für eine saubere Sache" zu einem Inbegriff für eine ehrenamtliche Gemeinschaftsleistung  für die Errichtung von Hilfsstrukturen für Krebsbetroffene in Norddeutschland.

Im Rahmen der zehnten Wattolümpiade im Jahre 2014 warfen sich 350 Besucher der Wattolümpiade beherzt in den Wattschlamm und formten mit ihren Armen die markanten Engelsflügel. Damit verbanden sie ein mutmachendes Symbol und einen respektvollen Gruß für alle Krebsbetroffenen. Viele hatten Krebserkrankte Freunde und Familienangehörige oder waren und sind selbst betroffen.

Diesen außergewöhnlichen Anlass bezeichnete unser Freund und Wattpastor Eddi Huhn später als den Moment, in dem der Spirit spürbar wurde, der sich aus dem Schlamm heraus seinen Weg in die Welt suchte. Sein Predigt-Zitat "Mehr braucht ein Ort nicht, um "Kultstätte genannt zu werden", hat sich damals in uns allen festgebrannt.

Bereits 1972 hatte Hein Hoop, der eigentliche Erfinder aller Wattolümpiaden im Schlamm der Eidermündung einen "Wattengel" in den Schlamm geschlagen. Er nannte ihn zwar damals noch seinen "Hoheitsadler", aber irgendwie hat er uns damals bereits auf das richtige Gleis gesetzt. Das geschichtsträchtige Foto machte damals unser Freund Leander Segebrecht. Unsere Symbolik ist also auch gleichzeitig eine Erinnerung an die Ursprünge unserer eigenen Wattolümpiade.

Hier eine Kurzanleitung für die Abbildung eines formvollendeten Wattengels:
Schritt 1; gehe eine Symbiose mit dem Watt ein, indem Du Dich zunächst bäuchlings und danach rücklings in den Schlamm der Elbmündung wirfst. Auch Dein Gesicht darf gern ein wenig mehr vom Elbmündungs-Fango abbekommen.
Schritt 2: Nun bildest Du Deine  Engelsflügel nach, indem Du alle zehn Zentimeter Deine Arme tief in das Watt schlägst.

Nun wird also unsere Wattengel-Aktion seine Bestimmung in dieser neuen Symbolik mit dem schmetterlingsflügeligen Seepferdchen finden, das seine Karriere einmal als "Wattspinner" begann. Hier hat es endlich seine finale Bestimmung gefunden. Es soll zum Ausdruck bringen, welch kraftvoller Spirit hier aus dem Watt aufgestiegen ist und einen sehr großen und überaus sinnvollen Wirkungskreis gefunden hat.